Kategorie: Agrarrecht
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Wann ist ein landwirtschaftlicher Betrieb ein Landgut?
Landwirtschaftliche Betriebe, die kein Hof im Sinne der HöfeO sind, werden im Erbfall grundsätzlich mit dem Verkehrswert bewertet. De Abfindung eines Miterben oder eines Pflichtteilsberechtigten kann dann das „Aus“ für den landwirtschaftlichen Betrieb bedeuten. Handelt es sich aber um ein Landgut und hat der Erblasser die richtigen testamentarischen Anordnungen getroffen, wird der landwirtschaftliche Betrieb nur
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Bewertung eines landwirtschaftlichen Anwesens in Pflichtteilsrecht
War der Erblasser Eigentümer eines landwirtschaftlichen Anwesens und handelte es sich bei dem Betrieb nicht um einen Hof im Sinne der HöfeO, richtet sich der Pflichtteilsanspruch des Ehegatten und der Abkömmlingen nach dem Verkehrswert. Allerdings hat der Erblasser die Möglichkeit, durch eine geeignete letztwillige Verfügung dafür Sorge zu tragen, dass der Pflichtteilsanspruch aus dem Ertragswert
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Erbvertrag über einen Hof kann auch bei Wegfall der Hofeigenschaft zur Erbfolge führen
Schwierige Fragen stellen sich, wenn letztwillige Verfügungen nicht an aktuelle Verhältnisse angepasst werden. Mit einer solchen Situation musste sich das Oberlandesgericht Hamm in einer Entscheidung vom 10.04.2012 (Az.: I-15 W 77/11) befassen. Die Eheleute hatten 1963 einen Ehe- und Erbvertrag geschlossen, in dem sie ausschließlich Regelungen über die Hoferbfolge trafen. Sie hatten festgelegt, dass nach
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Bewertung eines Landguts mit dem Ertragswert
Bei Erbauseinandersetzungen, die ein Landgut zum Gegenstand haben, kommt für die Bewertung der landwirtschaftlichen Besitzung gem. §§ 2049, 2312 BGB der Ertragswert in Betracht. Auch bei dem Zuweisungsverfahren nach dem Grundstückverkehrsgesetz sind die weichenden Erben mit dem Ertragswert abzufinden. Durch die Verwendung des Ertragswerts, der meistens deutlich niedriger ist als der Verkehrswert,
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Beschwerden und Klagen im Flurbereinigungsverfahren sind notwendige Maßnahmen zur Erhaltung des Nachlasses
Flurbereinigungsverfahren erstrecken sich meistens über viele Jahre. Nicht selten verstirbt ein Eigentümer, dessen Flächen von einem Flurbereinigungsverfahren betroffen sind, vor dem Abschluss des Verfahrens. Das Flurbereinigungsverfahren, vor allem die Unternehmensflurbereinigung, setzt sich aus verschiedenen Verfahrensabschnitten zusammen, welche den Betroffenen eine Vielzahl an Widerspruchs-,- Beschwerde- und Klagemöglichkeiten geben. Normalerweise muss nach einem Erbfall die Erbengemeinschaft das
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Verbotene Eigenmacht bei der Landpacht
Ein Verpächter darf eine frei zugängliche Pachtfläche nach dem Ende des Pachtvertrages nicht ohne den Willen des Pächters und ohne eine ihm dies gestattende gesetzliche Anordnung wieder in Besitz nehmen. Das hat der 10. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm in einem am 23. August 2012 verkündeten Urteil (Az: (I-10 U 68/12 ) unter Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung
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Keine Haftung des Waldbesitzers für Verletzung eines Spaziergängers durch herabstürzenden Ast
Als eine Spaziergängerin im Juli 2006 bei sehr warmem Wetter und leichtem Wind auf einem Forstwirtschaftsweg durch ein Waldgrundstück ging, brach von einer circa 5 m neben dem Weg stehenden Eiche ein langer Ast ab und traf sie am Hinterkopf. Sie erlitt eine schwere Hirnschädigung. Sie verlangte von dem Waldbesitzer und von einem Diplom-Forstwirt, der für den Bereich des
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Gut, wenn der Betrieb ein Landgut ist
Bei einem Erbfall wird der Nachlass für die Auseinandersetzung der Miterben und auch für die Berechnung von Pflichtteilsansprüchen grundsätzlich mit dem Verkehrswert angesetzt. Gehört zum Nachlass ein landwirtschaftlicher Betrieb, ist der Erbe, der den Betrieb fortführen soll, oft nicht in der Lage, einen anhand des Verkehrswerts des landwirtschaftlichen Betriebes ermittelten Ausgleich zu zahlen.
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Kürzung von Betriebsprämie schließt Strafverfahren nicht aus
Nach der europäischen Regelung über Agrarbeihilfenwerden diese Beihilfen u. a. nach Maßgabe der vom Landwirt angegebenen Fläche gezahlt (einheitliche Flächenzahlung). Wird bei Kontrollen eine Differenz zwischen der ermittelten und der vom Betriebsinhaber angegebenen Fläche von mehr als 30 % festgestellt, so wird für das betreffende Kalenderjahr keine Beihilfe gezahlt. Darüber hinaus wird der Betriebsinhaber, wenn
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Eine an einem kaskoversicherten Traktor angehängte Rundballenpresse fällt nicht unter dessen Versicherungsschutz
Die Landwirtin hatte für ihren Traktor eine Kraftfahrthaftpflicht-Versicherung sowie eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen. Ihre Rundballenpresse, die bei Bedarf an den Traktor angehängt wurde, war weder im Versicherungsantrag noch im Versicherungsschein gesondert erwähnt. Die Klägerin zeigte der Versicherung einen Schaden an der Rundballenpresse an, die in Brand geraten und zerstört worden war, während sie an dem Traktor
